Connect, Europas grösstes Magazin zur Telekommunikation, hat das Doro 410gsm getestet:
Das Easy Phone 410gsm wird mit speziellen Funktionen und einer gelungenen Handhabung auch Mobilfunkneulingen gerecht.
Ein Segen, dass die Optik nicht so sperrig ist wie der Name des Handys. Im Gegenteil: Das Easy Phone, das es in mehreren Farben gibt, kommt mit seinen knalligen Zierleisten geradezu lässig daher. Und offenbart schnell die Vorteile des Klappendesigns: Es verfügt über das mit Abstand grösste Display (2 Zoll) und bietet mit 176 x 220 Pixeln obendrein die feinste Auflösung. Gleichzeitig bringt es die grösste Tastatur mit. Die gummierten Drücker sind deutlich voneinander abgesetzt und so grosszügig bemessen, dass selbst grosse Hände kaum danebengreifen können. Entsprechend gross ist auch die weisse Beschriftung ausgefallen, die sich deutlich von den schwarzen Tasten absetzt. Hinzu kommt, dass in geschlossenem Zustand Tastatur und Display gut geschützt sind und akrobatische Tastenkombinationen zum Sperren der Tastatur wie bei anderen Handys nicht nötig sind. Das Handy ist ordentlich verarbeitet, das Scharnier wirkt stabil, lediglich der Akkudeckel lässt sich bei unserem Testgerät ein bisschen zu leicht lösen. Ein Aussendisplay fehlt zwar, doch zwei LED’s informieren immerhin über einen schwachen Akku und eingegangene Nachrichten.

Zur Steuerung dienen zwei Softkeys sowie eine Zwei-Wege-Taste, mit der durch Menülisten oder das Telefonbuch gescrollt wird. Das grosse Display sowie die vergleichsweise hohe Displayauflösung sorgen dafür, dass einerseits Platz für grosse Schriften ist und andererseits etwas kleinere Schriften etwa für die Beschriftung der Softkeys nicht zu pixelig ausfallen. Zudem werden auch längere Menü- oder Telefonbucheinträge komplett angezeigt, da ist bei den Konkurrenten deutlich schneller Schluss. Im Test sind wir an keiner Stelle auf wirklich kleine Schriften gestossen und mit der Wahl eines einfarbigen weissen Hintergrunds ist das Display jederzeit gut ablesbar.
Ausblendbare Menüeinträge
Dabei ist das Menü in der Listendarstellung eindeutig beschriftet und mit klar verständlichen Icons versehen. Als besonderen Clou bietet das Doro 410 die Möglichkeit, Menüeinträge, die man ohnehin nicht braucht, einfach auszublenden. Das lässt sich im Einstellungsmenü festlegen, wo sich dann doch noch ein paar Ungereimtheiten finden. So heisst der entsprechende Menüpunkt etwas kryptisch “Blockfkt.”, und die Einstellungen fürs Display, etwa für das Hintergrundbild oder die Beleuchtungsdauer, finden sich unter “Benutzer”. Zudem zieht sich das Einstellungsmenü über 14 Einträge – das sind fast drei Displaylängen, durch die man scrollen muss, um sich alle Punkte anzusehen.
Das liegt teilweise an der vergleichsweisen grossen Ausstattung. So bietet das 410gsm als einziges Modell im Test Bluetooth. Auch MMS-Nachrichten lassen sich mit dem Handy empfangen, zudem gibt es ein UKW-Radio, das sich mit dem beiliegenden Stereo-Headset betreiben lässt. Ein Wecker, der auch bei ausgeschaltetem Gerät funktioniert, sowie ein Taschenrechner, ein einfacher Kalender und zwei Spiele gehören ebenfalls zum Funktionsumfang.
Sicherheit verschafft auf Wunsch die Notruftaste auf der Rückseite, die im LIeferzustand deaktiviert ist. In den Einstellungen lassen sich mehrere Nummern definieren, die beim Druck auf die Notruftaste nacheinander angerufen werden, bis der Anruf angenommen wird. Ueber eins muss man sich jedoch im Klaren sein: Im schlechtesten Fall nimmt eine Mailbox den Anruf entgegen. Wahlweise verschickt das Handy auch eine SMS an eine festgelegte Nummer. Wer die Notruffunktion nutzt, sollte zudem bei der Aufbewahrung des Handys achtgeben. Denn die Taste ist zwar etwas ins Gehäuse versenkt, reagiert aber schon auf leichten Druck. In engen Taschen kann hier schon mal ein Fehlalarm ausgelöst werden.
Guter Empfang
Im Labor schnitt das Handy ordentlich ab. Der Stromverbrauch ist zwar höher als bei aktuellen Geräten üblich, doch wer nicht jeden Tag zum Handy greift, kommt mit einer Akkuladung über eine Woche. Der Klang beim Telefonieren ist etwas künstlich, dafür aber sehr laut – ebenso wie die Klingeltöne. Der Empfang erwies sich als der beste unter den drei Testkandidaten und so eignet sich das Handy auch für den Einsatz in eher schlecht versorgten Gebieten.
Doro ist ein solides und bis aufs Einstellungsmenü leicht zu bedienendes Handy gelungen, das auch eine gute Tastatur und ein übersichtliches Display bietet.
Hier können Sie den Testbericht als PDF Datei herunterladen: 